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Der Wandel des Städchens Sankhu durch das Erdbeben - oben vor dem Beben, Mitte direkt nach dem Beben und unten 5 Monate nach dem Beben

November 2015

 

Der schöne, oftmals schon baufällige, aber wunderschöne Altstadt von Sankhu (ca. 15 km nordöstlich von Kathmandu) wurde durch die Erdbeben vom April und Mai 2015 fast vollständig zerstört. Die fleißigen Bewohner haben den gesamten Schutt mit Hilfe weniger ausländischer Helfer innerhalb von wenigen Monaten geräumt und die verbliebenen Häuser "gekürzt" und provisorisch eingedeckt. Das Dorfleben hat sichtlich nachgelassen, da viele Familien zu ihren Verwandten nach Kathmandu gezogen sind und keiner weiß, wie es mit dem Ort weitergeht. Es ist leider zu befürchten, das viele der alten Häuser in den kommenden Jahren aus Kostengründen durch häßliche Betonbauten ersetzt werden.

Jayatri auf dem Titelblatt einer nepalesischen Zeitschrift

Oktober 2015

 

Jayatri wird schon seit vielen Jahren in unserem Frauenhaus betreut und sie besucht derzeit noch das College in Sankhu. In der nepalesischen Zeitschrift "Wave" wurde jetzt ausführlich über ihr Schicksal berichtet. Jayatri geht sehr selbstbewusst mit ihren Verbrennungsnarben um. Die Akzeptanz von Entstellungen und Behinderungen scheint in Nepal ohnehin ungleich höher zu sein. Hänseleien oder Mobbing waren für die durch uns betreuten Mädchen bislang weder in der Schule noch im Alltag nie ein Thema.

Amara hat sich ein Kleid für das Dashain-Fest ausgesucht

September 2015

 

Amara war zum Anfang des neuen Schuljahres auf ein weiterführendes Internat in Kathmandu gewechselt. Sie hat sich dort sehr gut eingelebt und macht in der Schule weiterhin große Fortschritte. Amara wird in Kathmandu durch Radha und ihre Frauengruppe und durch unsere Schwester Lunjala betreut. Wie für alle Mädchen ist eine gute Schulbildung der entscheidende Faktor für den weiteren Lebensweg. Erfreulicherweise ist in Nepal im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern die Einschulungsquote für Mädchen schon relativ hoch. In der von uns unterstützten Dorfschule in Salambutar beträgt dieser Anteil sogar 51%.

Parbati im Nepal Medical College

August 2015

 

Parbatis Beinstümpfe sind gut abgeheilt und sie wartet jetzt auf die Versorgung mit den ersten Unterschenkelprothesen. Bis sie sich wieder selbständig auf zwei Beinen fortbewegen kann, wird es aber noch viele Monate dauern. Ob sie je wieder in ihr Heimatdorf in die Berge zurückkehren kann ist sehr fraglich. Wir werden uns daher schon jetzt um eine alternative Ausbildung kümmern und versuchen, sie später bei Verwandten in einer besser zugänglichen Region unterzubringen.

Schüler der Dorfschule Salambutar vor ihrem stark beschädigten Elternhaus

Juli 2015

 

Etwa 450 Schüler und Schülerinnen unserer Dorfschule Salambutar haben durch das Beben nicht nur ihr Elternhaus, sondern auch Schulkleidung und Schulbücher verloren. Man Maya Med sorgt dafür, dass allen betroffenen Kindern durch Übernahme der Kosten für Kleidung, Schulbücher usw. der Schulbesuch ermöglicht wird. Das Schulgebäude wurde durch das Beben glücklicherweise kaum beschädigt. Der Unterricht wurde bereits Ende Mai wieder aufgenommen. Besonders hart betroffene Familien werden langfristig durch Übernahme der Schulgebühren sowie der Kosten für eine weiterbildende Schule (College) unterstützt. Die Hilfsgelder werden übrigens nicht an die Familien ausgezahlt, sondern gehen direkt an die Schule, bzw. den Buchladen oder den Schneider. Der regelmäßige Schulbesuch geförderter Schüler und Schülerinnen wird kontrolliert.

Provisorische Dorfschule in Lap

Juni 2015

 

Die zerstörte Grundschule (bis Klasse 4) in Lap wurde provisorisch durch eine einfache Wellblechhütte ersetzt. Es werden hier wieder alle 39 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Nach dem Monsun werden die Dorfbewohner mit Unterstützung unseres Vereines das Schulgebäube wieder aufbauen.

Provisorische Wasserversorgung im Dorf Lap

Mai 2015

 

Das Dorf Lap unser beiden Ofenbauer Niru und Subaraj wurde durch das Beben fast vollständig zerstört. Das Dorf besteht aus 37 Häusern in denen 177 Menschen leben, darunter 39 Kinder, die die ebenfalls zerstörte lokale Grundschule besuchen. Das Dorf liegt entlegen südlich der Everest-Region und kann nur zu Fuß erreicht werden. Der Ort, an dem sich das Dorf befand ist jetzt erdrutschgefährdet, so dass die Häuser an anderer Stelle wieder aufgebaut werden müssen. Die ist jedoch erst nach dem Monsun, also ab Ende September, möglich. Man Maya Med unterstützt das Dorf und unsere beiden aktiven Ofenbauer durch Finanzierung von Wasserleitung, Zelten und Nahrungsmitteln. Auch die Dorfschule wird provisorisch wieder hergerichtet, damit der Unterricht weitergehen kann.

Ishak und Parbati in einem Notlazarett in Kathmandu

Mai 2015

 

Ärzte von Man Maya Med kümmern sich im rahmen der Versorgung von Erdbebenopfern besonders um Problemfälle wie Parbati und ihren Sohn Ishak. Parbati erlitt eine Quetschamputation beider Unterschenkel, die anfangs nur notdürftig versort werden konnten. Ihr Heimatdort im Distrikt Sindupalchowk wurde fast vollständig zerstört. Zusammen mit Dr. Niranjan führten wir eine Nachamputation der infizierten Beinstümpfe durch, so dass später eine Versorgung mit Prothesen möglich ist. Man Maya Med sorgt während der der Rehabilitation, die sicherlich 1-2 Jahre dauern wird, für die gesamte Familie, die durch das Beben praktisch alles verlor. Ishaks Verletzungen am Bein sind bereits ausgeheilt, so dass er wieder zur Schule gehen kann. Auch dafür wird gesorgt.

Man Maya Med e.V. bei STERN TV   Sendung vom 3.12.2014

Stern TV berichtete am 3.12.14 auf RTL über unsere Arbeit in Nepal und über Man Mayas bisherigen Lebensweg. 

Man Maya während ihres Einsatzes im OP-Camp, wo sie u.a. für die OP-Vorbereitung der Patienten zuständig war

Oktober 2014

 

Das OP-Camp in Melamchi ist erfolgreich verlaufen und es konnten fast 70 Patienten operiert und über 300 zusätzliche Patienten untersucht und behandelt werden. An den Camp waren 3 nepalesische Chirurgen aus den Fachbereichen Allgemein-, Unfall- und Plastische Chirurgie, 2 Assistenzärzte, 5 Krankenschwestern und unsere angehende Krankenschwester Man Maya beteiligt. Dazu kamen noch ein Techniker sowie die Beschäftigten der örtlichen Gesundheitsposten. Das ganze Spektrum der vor Ort anfallenden operativen Erkrankungen, das diesmal von Infektionen über Leistenbrüche bis zum Kniescheibenbruch reichte, konnte komplett abgedeckt und die Patienten - trotz einfacher Bedingungen - auf hohem Standard behandelt werden. Die Nachbehandlung der Patienten erfolgt durch die örtlichen Schwestern und Pfleger, die bei eventuellen Problemen durch unsere Ärzte unterstützt werden. Bei diesem Einsatz wurden wir von einem Stern TV-Fernsehteam begleitet, das am 3.12.14 ab 22 Uhr auf RTL über den Einsatz und über Man Maya berichten wird.

Behandlungszimmer in einem einfachen Gesundheitsposten im Distrikt Kavre

September 2014

 

Die Vorbereitungen für unser OP-Camp im Herbst laufen auf Hochtouren. Alle nötigen Genehmigungen wurden eingeholt und es erfolgte die Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsposten. Schwester Lunjala kümmert sich wieder um die gesamte Logistik und Dr. Niranjan und Dr. Kishor führen die medizinischen Voruntersuchungen durch. Für das geplante Camp werden unsere gesamte mobile OP-Ausrüstung, Medikamente und Verbrauchsmaterialien in Containern mitgeführt, so dass trotz einfacher örtlicher Bedingungen sicher und effektiv gearbeitet werden kann. Dr. Niranjan und Dr. Kishor besuchen mehrere lokale Gesundheitsposten, wo sie jeweils hunderte von Patienten untersuchen und alle, bei denen eine Operation vor Ort vertretbar ist, auf die Operationen vorbereiten. Für schwere Fälle wird (wie immer) eine Behandlung in einer größeren Klinik in Kathmandu organisiert. Die meisten Patienten in den immer noch unterversorgten ländlichen Gebieten Nepals können sich leider keine Behandlung in den wenigen großen Kliniken leisten, die oftmals mit einer tagelangen Anfahrt verbunden ist. 

Ofenprojekt im Dorf Lap

Juli 2014:

 

Unsere beiden Ofenbauer Niru und Subaraj haben direkt nach Abschluß der Ausbildung alle Haushalte in ihrem Heimatdorf Lap mit rauchfreien Kochstellen versehen. Auf dem Bild oben sieht man vor einem Haus die in der Sonne trocknenden Einzelteile des Ofens. Die Formsteine werden vor Ort aus einem Lehmgemisch hergestellt und nach der Austrocknung verbaut. Nach der Inbetriebnahme härtet der Ofen aus. Da nur Materialien verwendet werden, die vor Ort erhältlich sind, können später kleine Risse oder andere Beschädigungen des Ofens jederzeit auf einfache und kostengünstige Weise repariert werden.

Subaraj (li.) und Niru: Ausbildung zum Ofenbauer

Mai 2014:

 

Subaraj und Niru kommen aus den Mittelgebirgen südlich der Everest-Region. Ihr Dorf Lap ist noch kaum erschlossen und liegt einen Tagesmarsch von der nächsten befahrbaren Straße entfernt. Vor wenigen Jahren erfolgte durch die Dorfjugend die Anschaffung eines einfachen Generators, der in den Abendstunden eine einfache Notbeleuchtung im Dorf ermöglichst. Die beiden jungen Männer arbeiten während der Saison im Früjahr und im Winter als Träger in den Trekkinggebieten. Dieser Lohn reicht jedoch nicht aus, um sich eine eigene Existenz aufzubauen. Wir ermöglichten den beiden engagierten jungen Männern jetzt eine Ausbildung zum Ofenbauer, damit sie auch außerhalb der Saison ein Einkommen haben und weiter dazu beitragen können, die Lebensbedingungen in ihrer Heimatregion zu verbessern.

Man Maya bei ihrer praktischen Ausbildung im Jiri Hospital

April 2014:

 

Man Maya hat sich gut in ihrer neuen Umgebung in der Jiri Technical School eingelebt. Zusammen mit 40 Mitschülerinnen wird sie dort als Hebamme und Krankenschwester ausgebildet. Die Schule wurde vor gut 40 Jahren von einer Schweizer Organisation gegründet. Neben der Ausbildung von Hebammen und Krankenschwestern erfogt dort auch die Schulung von Landwirten, Brunnenbauern und anderen technischen Berufen. Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert. Für die Hebammen und Schwestern erfolgt dies im zugehörigen Hospital sowie in einer großen Geburtsabteilung in Kathmandu.

von li. nach re.: Prahlad, Padam, Amara, Jayatri und Babu im Aufenthaltsraum des neuen Frauenhauses Salambutar

März 2014:

 

Das neue Frauenhaus in Salambutar ist fertig und die Mädchen haben ihre neuen Zimmer bezogen. Das Frauenhaus wurde auf Prahlads Haus aufgestockt, so dass die Mädchen jetzt richtigen Familienanschluss haben. Außerdem befindet sich das Frauenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Dorfschule. Das erleichtert die Nachhilfe und gezielte Förderung der Mädchen, die aufgrund ihrer Verletzungen und der vielen Krankenhausaufenthalte meistens spät eingeschult wurden und viel nachzuholen haben.

Man Maya

Februar 2014:

 

Gute Nachrichten aus Nepal! Unsere Man Maya hat es nach mehreren Anläufen nun endlich geschafft und ihre Nachprüfung bestanden. Sie kann jetzt ihrem Traum, Krankenschwester zu werden, wieder ein entscheidendes Stückchen näher kommen. Wir haben sie bereits auf einer sehr guten Schule für die Schwestern- und Hebammenausbildung in Jiri (Zentralnepal) angemeldet, wo sie Mitte Februar mit dem Unterricht beginnen wird. Da Man Maya aufgrund ihrer späteren Einschulung sicherlich immer noch leichte schulische Defizite hat, werden wir uns begleitend um weitere Nachhilfe kümmern. Die Ausbildung dauert 2 ½ Jahre und wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. In der unterrichtsfreien Zeit erhält Man Maya die Möglichkeit, in unseren medizinischen Projekten mitzuwirken - jetzt allerdings nicht mehr als Patientin, sondern als Schwestern- und Hebammenschülerin!

Amara (10) zieht in das neue Frauenhaus in Salambutar

Januar 2014:

 

Das neue Frauenhaus in Salambutar erhält eine weitere Mitbewohnerin. Die 10jährige Amara kommt aus der nordwestlichsten Ecke Nepals, aus dem Distrikt Bajhang, der zu den ärmsten Regionen des Landes gehört. Die Gebiete im Nordwesten Nepals sind aufgrund der extremen Geografie praktisch nur zu Fuß oder mit dem Flugzeug erreichbar. Entsprechend schwierig sind Versorgung, wirtschaftliche Entwicklung und medizinische Infrastruktur. Als sich Amara im Alter von 6 Monaten bei einem häuslichen Brand schwere Verbrennungen zuzog, konnte sie nur notdürftig in einem örtlichen Gesundheitsposten versorgt werden. Ähnlich wie bei unserer Man Maya entwickelten sich danach stark entstellende Narbenschrumpfungen im Hals- und Achselbereich. Diese Veränderungen konnten 2007/2008 durch Dr. Settje und Dr. Niranjan im Rahmen mehrerer Operationen soweit gebessert werden, dass Hals und Arme wieder frei beweglich sind. Amaras Vater, der bereits Mühe hat seine Familie zu ernähren, wandte sich jetzt mit der Bitte an uns, Amaras Schulausbildung zu unterstützen. Aufgrund der Erfahrungen mit Man Maya und der schwierigen lokalen Situation entschlossen wir uns, Amara im Frauenhaus aufzunehmen und in der Dorfschule Salambutar (nur 300m vom neuen Frauenhaus entfernt) einzuschulen.

Himal (6) übt mit seiner operierten Hand

Dezember 2013:

 

Der kleine Himal Thapa übt fleißig den Gebrauch seiner rechten Hand, nachdem er von uns im Oktober ein neues Däumchen erhielt. Der Eingriff erfolgte zusammen mit Dr. Niranjan im Nepal Medical College in Kathmandu. Diese Operation erfolgte (wie fast immer) als "Lehreingriff" unter Beteiligung nepalesischer Kollegen und in Anwesenheit von interessierten Assistenten/innen und Studenten/innen. Wir sind der festen Überzeugung, dass sich die medizinische Versorgung im Lande - über die konkrete Hilfe eines Einzelschicksales hinaus - nur durch Weiterbildung und Training einheimischer Fachkräfte langfristig verbessern lässt. Weitere Einzelheiten über Himals Geschichte lesen sie hier.

Artikel über ManMayaMed in der Nepali Times

November 2013:

 

Die größste und wichtigste englischsprachige Wochenzeitschrift in Nepal, die Nepali Times, berichtet ausführlich über die Arbeit von Man Maya Med in Nepal. Geschildert werden u.a. auch die Schicksale von Rabin und Rabina, zwei Kindern, die 2002 während des Bürgerkrieges verletzt wurden, und natürlich die Geschichte unserer Man Maya.

Schwere Handverletzungen sind in Nepal noch sehr häufig

Oktober 2013:

 

Dr. Settje besuchte in diesem Monat alle Projekte und operierte zusammen mit Dr. Binod und Dr. Niranjan mehrere Patienten. Schwerpunkt war diesmal die Wiederherstellung der Greiffunktion der Hand nach Daumenverlust. Leider sind in Nepal schwere Handverletzungen sehr häufig. Gerade die in der Landwirtschaft gängigen einfachen Dreschmaschinen führen immer wieder zu schwersten Verletzungen und Fingerverlusten. Der Verlust des Daumens ist für handwerklich Tätige gravierend und manchmal existenzbedrohend. Die durchgeführten Operationen zur Daumenrekonstruktion im Nepalgunj Medical College und im Nepal Medical College (Kathmandu) erfolgten (wie immer) als OP-Lehrveranstaltung, der jeweils bis zu 20 Zuschauer (junge Assistenzärzte und Medizinstudenten) beiwohnten.

Unterrichtspause in der Dorfschule Salambutar

September 2013:

 

Die Dorfschule Salambutar hat jetzt auch die neue 1. Etage in Betrieb genommen. Jetzt können alle Schüler im gleichen Gebäude unterrichtet werden. Es gibt natürlich noch viel zu tun und einiges zu verbessern. Die Klassenzimmer müssen noch winterfest gemacht werden und auch die Ausstattung lässt noch viele Wünsche offen. Wenn die Finanzen es zulassen, dann soll die äußerst populäre Schule in einigen Jahren um ein weiteres Stockwerk erweitert werden.

"Rauchfreie" Öfen entlasten die Frauen

August 2013:

 

Ab diesem Jahr werden 3 weitere Dörfer mit insgesamt knapp 1000 Bewohnern mit "rauchfreien" Öfen ausgerüstet. Zwei Dörfer befinden sich im Südosten des Landes und ein Dorf im Mittelgebirge nahe der Everest-Region. Alle betroffenen Dörfer sind nur zu Fuß zuerreichen. Die Anfahrt von Kathmandu beträgt 1-2 Tage Busfahrt mit einem abschließenden Fußmarsch von 3-8 Stunden. Das Ofenprogramm setzt sich langsam landesweit durch und wird nun auch von der nepalesischen Regierung gefördert.

 

Man Maya wohnt jetzt im Frauenhaus in Sankhu

Juli 2013:

 

Bei den diesjährigen Schulabschlussprüfungen hatte Man Maya leider wieder Pech und hat die Anforderungen in 3 Fächern knapp verfehlt. Wir haben daher mit ihr und ihren Eltern besprochen, dass sie zur besseren Förderung nach Sankhu ins Frauenhaus zieht, damit sie endlich qualifizierte Nachhilfe erhalten kann. Man Maya kam dann Mitte des Monats ins Frauenhaus und besucht jetzt die in unmittelbarer Nähe gelegene Dorfschule in Salambutar. Zusätzlich erhält sie Nachhilfe und unsere Mitarbeiter Dr. Niranjan, Schwester Lunjala und Rahda kümmern sich intensiv, damit es im nächsten Jahr endlich klappen wird. 

Jayatri im Frauenhaus in Sankhu

Juni 2013:

 

Wir freuen uns sehr, dass die langjährige Bewohnerin in unserem Frauenhaus, Jayatri, ihre Schulausbildung erfolgreich abschließen konnte. Nicht nur das: Sie erzielte in ihrem Abschlußexamen (SLC) eine sehr gute Note (1st Division!), so dass sie im Herbst die zweijährige Ausbildung im College fortsetzen kann. Jayatri erlitt als junges Mädchen schwerste Verbrennungen der Händes und des Gesichtes. Es waren in der Vergangenheit viele Operationen nötig, um die Greiffunktion der Hände wiederherzustellen und die schlimmsten Entstellungen des Gesichtes zu bessern. Jayatri besuchte die nahegelegene Dorfschule in Salambutar und sie wird weiterhin intensiv durch die nepalesischen Mitarbeiter von ManMayaMed e.V. betreut. 

 

Dr. Binod in Dailekh, Westnepal

Mai 2013:

 

Dr. Binod führt zusammen mit vier Krankenschwestern ein 1-wöchiges OP-Camp in Dailekh durch. Unter einfachen Bedingungen werden insgesamt 51 kleine und mittlere Eingriffe durchgeführt. Über 140 Patienten werden untersucht, ca. 50 davon bedürfen größerer Operationen und werden in das Medical College nach Nepalgunj überwiesen. Der Distrikt Dailekh liegt in Westnepal, der am wenigsten entwickelten und bedürftigsten Region in Nepal. 

 

Operation im Nepal Medical College, Kathmandu

April 2013:

 

Dr. Niranjan und Dr. Settje führen im Nepal Medical College zusammen mit zwei angehenden Ärzten eine Operation bei einer Verbrennungspatientin durch. Kontinuierliche und konsequente Ausbildung von nepalesischen Ärztinnen und Ärzten ist und bleibt der Schlüssel für eine effektive und dauerhafte Verbesserung der medizinischen Versorgung. Die von Dr. Settje ausgebildeten nepalesischen Fachärzte führen pro Jahr in 5 Kliniken (darunter 3 große Lehrkrankenhäuser) bereits über 2.000 Eingriffe durch.

 

Ausbau Dorfschule Salambutar

Februar 2013: Der Ausbau der Dorfschule Salambutar geht weiter. Die erste Etage über dem Neubau (links) und dem Altbau (Mitte) konnte jetzt fertiggestellt werden und wird zum Beginn des neuen Schuljahres im Sommer bezugsfertig sein. Es werden dann über 500! Schüler in dieser kleinen, aber auch im Landesvergleich überdurchschnittlich guten Schule unterrichtet werden können.

 

Dr. Niranjan Bista

Dezember 2012: 


Der nepalesische Chirurg Dr. Niranjan Bista war von Dezember 2011 bis Dezember 2012 zu Gast bei uns in Deutschland. Er absolvierte eine umfangreiche Fortbildung im Fachbereich Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie. Zusätzlich ermöglichtem wir ihm in dieser Zeit spezielle Kurse in der Kinderhandchirurgie und in der Verbrennungsmedizin. Dr. Bista wird jetzt in Nepal in einer Uniklinik eine Abteilung für Hand-, Plastische und Verbrennungschirurgie aufbauen und dort sein Wissen an junge Kollegen und Medizinstudenten weitergeben. Er wird auch wieder die medizinische Leitung der Projekte von Man Maya Med e.V. in Nepal übernehmen und sich hier vornehmlich um OP-Camps in medizinisch unterversorgten Landesteilen kümmern.