Man Maya Med e.V.

Für effektive Entwicklungsarbeit!

Parbati wurde jetzt mit der zweiten Prothese versorgt

April 2016

 

Parbati machte in den letzten Wochen sehr gute Fortschritte mit den Gehübungen, so dass sie jetzt mit der Prothese für das linke Bein versorgt werden konnte. Jetzt gilt es, weiter zu trainieren, damit sie sich eines Tages wieder ohne zusätzliche Hilfe fortbewegen kann. Ob sie jemals wieder in ihr Bergdorf zurückkehren kann, bleibt jedoch weiter sehr fraglich. Parbati wird durch die Leiterin unserer Fraunengruppe in Kathmandu betreut. Wir klären dabei, ob Parbati in irgendeiner Form ausgebildet werden kann, damit sie in Zukunft wieder zum Unterhalt der Familie beitragen kann.

Die kleine Sanju (14 M.) mit ihrer ersten Prothese

März 2016

 

Der kleinen Sanju, die jetzt 14 Monate alt ist, erhielt mit den ersten Gehversuchen eine Unterschenkelprothese. Die Versorgung von Kleinkindern mit Prothesen ist schwierig, da diese zunächst als sinnloser Fremdkörper empfunden werden. Außerdem muss die Prothese entsprechend dem Körperwachstum ständig angepasst werden. Medizinische Behandlung und Prothesen versorgung, sowie Unterstützung der Familie in den kommenden Jahren erfolgt durch unseren Verein. Staatliche Fürsorge für Menschen mit schweren Unfallfolgen oder angeborenen Behinderungen ist in Nepal nicht existent.

Familie am Rand des Kathmadu-Tales in provisorischer Lehmhütte

Februar 2016

 

Viele Familien mussten in provisorischen Blech- oder Lehmhütten überwintertern. Staatliche Hilfe für die Betroffenen war bei grassierender Korruption und permanenter Unfähigkeit der politischen Eliten nur rudimentär. Betroffene Familien (> 1 Mio) erhielten von der Regierung nach dem Beben bis heute eine einmalige Zahlung von umgerechnet 150 Euro. Im Spätsommer 2015 trat dann nach fast 10jährigem Ringen eine neue, immer noch in Teilen der Bevölkerung umstrittene Verfassung in Kraft. Die darauf im Süden des Landes ausgebrochenen Unruhen führten dann schnurstracks zu einer mehrmonatigen Blockade der indischen Grenze. Besonders bitter war über den Winter der Mangel an Kraftstoff und Kochgas. Die Preise für Diesel schossen auf dem Schwarzmakt auf bis zu 5 Euro pro Liter! Die Arbeit für den Wiederaufbau wurde dadurch erheblich erschwert und viele Aufbauprojekte kamen vorübergehend zum Erliegen. Die beobachtete Arbeit der großen Hilfsorganisationen war häufig beeinflusst durch geopolitische Erwägungen und Eigen-PR. Mit viel Aufwand wurde dabei nur wenig bewirkt. In der nepalesischen Bevölkerung gibt es jedoch weiterhin eine große Solidarität. So wurden die meisten Materialien und Lebensmittel durch die Nepalesen selbst beschafft und in Eigeninitiative in die betroffenen Gebiete transportiert.

Bau der 3 km langen Stromleitung für das Dorf Lap - alle Materialien wurden zu Fuß in die Berge transportiert!
Wiederaufbau der Stromversorgung für das Dorf Lap
Niru (li.) und Subaraj bauen ihr Dorf wieder auf

Januar 2016

 

Besonders erfreulich verläuft der Umzug und der Wiederaufbau des Dorfes Lap, das sich ca. 50 km südlich des Mt. Everest fernab einer befahrbaren Straße auf ca. 1500 m Höhe befindet. Unsere Ofenbau Niru und Subaraj, sowie die gesamte Dorfgemeinschaft, sind hier sehr aktiv und extrem fleißig. Durch die enorme Eigenleistung konnte bereits sehr viel erreicht werden: Es wurden in dem gebirgigen Gelände eine Wasser- und Stromleitung vom 3 km Länge verlegt. Alles geschah in Handarbeit. Besonders beschwerlich war der Transport des Materials, das in stundenlangem Fußmarsch von der letzten Busstations auf dem Rücken in Dorf getragen werden muss. Auf dem Weg müssen dabei von den Trägern Lasten von 50 - 60 kg (pro Träger!) über einen Bergkamm von über 3000 m Höhe geschleppt werden - eine Tour, auf der auch sportliche Trekking-Touristen mit ihrem leichten Tagesrucksack nicht Schritt halten können. Die kleine Dorfschule nahm den Unterricht wenige Wochen nach dem Beben in einer provisorischen Blechhütte wieder auf. Unser Verein finanziert zur Unterstützung des Wiederaufbaus die Materialkosten für Wasser- und Stromleitungen, Toiletten- und Wegebau und evtl. den Bau von mehreren Biogasanlagen.

Parbati macht ihre ersten Gehübungen mit der neuen Prothese

Dezember 2015

 

Parbatit, die junge Mutter aus dem Distrikt Sindhupalchowk, erhielt ihre erste Prothese. Die Ausheilung der Beinstümpfe, die nach dem Erdbeben nur notdürftig versorgt wurden, und die Anfertigung der Prothesen hatten einige Monate in Anspruch genommen. Die allerersten Gehübungen sind ihr dann auch sichtlich schwer gefallen. Sobald sie mit der ersten Prothese gut zurecht kommt, wird auch die Prothese für das zweite Bein angefertigt. Ihr Ehemann hat glücklicherweise schnell eine Arbeit als Fahrer gefunden. Ob die Familie jemals wieder in ihre zerstörtes Heimatdort in den Bergen zurückkehren wird, ist sehr fraglich. Unser Verein, der bereits die Behandlung und die Prothesen finanziert, unterstützt auch die Famiie bis die medizinische Rehabilitation vollkommen abgeschlossen ist.

Amara (li.) in der Bagmati School Kathmandu

Dezember 2015

 

Unsere kleine Amara besucht jetzt die 5. Klasse. Sie wechselte auf die Bagmati School, Kathmandu. Sie hat sich auf der Schule sehr gut eingelebt und wir freuen uns besonders über ihre sehr guten Leistungen. Der Verein übernimmt dabei, wie bei den anderen Mädchen und Frauen in Ausbildung, alle Kosten für Schule, Unterkunft und Verpflegung. Die Betreuung erfolgt weiterhin durch die Leiterin unserer Frauengruppe, Rada, und durch Schwester Lunjala.

Transport der Stromleitungen in das Dorf Lap. Eine Kabelrolle wiegt ca. 60 kg
Aktuelle Projekte in Nepal